Trainingsmaterialien

Ihr Toolkit für wirksame Trainingsmaterialien

23.05.2025
Lesezeit: 4 Min

Was bringt die beste Moderation, wenn die Unterlagen wirken wie ein zusammengewürfelter Abreißkalender?

Wir alle waren schon in Trainings, bei denen die Materialien zum Einschlafen waren. Zu viel Text, zu wenig Struktur, null Relevanz. Das Ergebnis? Gelernt wird nichts. Denn Trainingsmaterialien sind keine Nebensache. Sie sind das Werkzeug, das Wissen verankert, Denkweisen verändert und Umsetzung ermöglicht. Doch nur, wenn sie gut gemacht sind.

Wenn Trainings wirklich etwas bewegen sollen, brauchen sie mehr als schöne Folien: Sie brauchen ein durchdachtes Toolkit. Eine Kombination aus strategischer Klarheit, Storytelling, visueller Intelligenz und echter Beteiligung.


In diesem Artikel finden Sie das Toolkit, mit dem wir Trainingsmaterialien gestalten, die nicht nur Inhalte vermitteln – sondern wirklich etwas bewegen.

1. Strategie

Bevor Sie die erste Folie gestalten, lohnt es sich, einen Schritt zurückzutreten:
Wo stehen die Teilnehmenden, und was genau soll sich bei ihnen verändern?

Eine hilfreiche Orientierung bietet das 3-Zonen-Modell des Lernens:

Komfortzone: Bekanntes Terrain. Hier fühlt man sich sicher, aber bewegt sich nicht.
Lernzone: Neue Impulse treffen auf vorhandenes Wissen. Hier findet Entwicklung statt.
Panikzone: Zu viel auf einmal. Neue Inhalte werden nicht mehr aufgenommen, sondern abgewehrt.

Das Ziel ist klar: Das Training so zu konzipieren, dass es gezielt in die Lernzone führt. Fordernd, aber nicht überfordernd.

Ein erster, oft unterschätzter Schritt ist das Ausfüllen eines Workshop-Vorbereitung-Canvas. Es hilft, den groben Rahmen und vor allem das Ziel des Trainings zu definieren.

👉 Tool: Workshop-Vorbereitung-Canvas

Diese Canvas auszufüllen ist ein essenzieller Schritt, bevor die eigentliche Erstellung der Trainingsmaterialien beginnt. Sie gibt dem Workshop ein solides Fundament. Darauf lassen sich alle weiteren Inhalte gezielt aufbauen.

Besonders wichtig: Beim Ziel des Workshops steht nicht das Thema im Mittelpunkt, sondern der gewünschte Shift, also die konkrete Veränderung im Denken oder Handeln der Teilnehmenden.

2. Storyline

Gute Trainingsmaterialien folgen einem roten Faden, idealerweise sogar einer klaren Dramaturgie. Denn unser Gehirn denkt nicht in Modulen, sondern in Geschichten. Nicht im Sinne von „Es war einmal …“, sondern in Form von nachvollziehbaren Strukturen mit Spannungsbögen.

Einige einfache, aber wirksame Storylines zur Gliederung von Trainingsinhalten:

👉 Tool: Slide-Storyboard-Canvas

Das Slide-Storyboard-Canvas ist ein Layout-Raster für Präsentationen. Es kombiniert einzelne Slides mit visuellen Elementen und Textinhalten, um eine konsistente Geschichte oder ein klares Konzept zu entwickeln.

Mit diesem Tool erstellen Sie ein visuelles Storyboard Ihres Trainings und erhalten so frühzeitig einen strukturierten Überblick über den gesamten Ablauf, bevor Sie in die inhaltlichen Details einsteigen.

3. Visualität

Wer will in einem ganztägigen Workshop ständig auf langweilige, überladene oder trockene Slides blicken?

Ein Training sollte mindestens ein angenehmes visuelles Erlebnis bieten. Im besten Fall aber inspiriert und begeistert es durch durchdachtes visuelles Material. Dabei geht es nicht einfach nur darum, schöne Bilder zu zeigen. Gute Visualisierungen helfen dabei, Zusammenhänge zu erkennen, Entscheidungen zu treffen und Inhalte nachhaltig zu verankern. Unser Leitsatz lautet: Zeig’s statt sag’s. Es gibt zahlreiche Methoden, um Präsentationen visuell ansprechend zu gestalten. Entscheidend ist jedoch, dass Inhalte leicht erfassbar werden. Dafür braucht es keine komplizierten Tools, sondern eine klare Orientierung.

👉 Tool: Glance Test von Nancy Duarte

Eine einfache, aber wirkungsvolle Methode. Verstehen die Teilnehmenden die Hauptbotschaft einer Folie innerhalb von drei Sekunden? Wenn ja, erfüllt die Folie ihren Zweck.
Wenn nein, wahrscheinlich muss man die Slide etwas ruhiger machen. Eine klare visuelle Hierarchie, weniger Ablenkung und mehr Fokus helfen, die Aussage auf den Punkt zu bringen. Auch im Training gilt: Slides sind zum Anschauen da. Sie sollen Orientierung geben, nicht überfordern.

4. Interaktivität

Die besten Workshops sind Dialoge, keine Vorträge. Echte Wirkung entsteht nur, wenn Teilnehmende sich einbringen, erleben und reflektieren. Dafür braucht ein Training das richtige Tempo. Einen ausgewogenen Rhythmus aus kurzen Inputs, interaktiven Momenten und eigenständigem Arbeiten. Ziel ist ein dynamischer Wechsel zwischen Impulsen und Beteiligung. Ein bewährter Einstieg: Starten Sie mit einem Icebreaker. So holen Sie die Teilnehmenden direkt zu Beginn emotional ab, aktivieren ihre Aufmerksamkeit und schaffen eine erste Verbindung untereinander. Je nach Thema und Gruppengröße bieten sich verschiedene Varianten an.

👉 Tool: Icebrakers

Fazit: Trainingsmaterialien, die etwas auslösen

Sie sind der Resonanzraum für alles, was im Raum passiert und darüber hinaus.

Mit einem klaren Ziel, einer starken Storyline, visueller Intelligenz und echter Interaktivität wird aus einem Training ein Erlebnis. Eines, das nicht nur im Raum bleibt, sondern im Kopf. Und im Alltag.

Bei mmmake entwickeln wir Trainingsmaterialien für ihren Projekten, analog und digital als Gesamtpaket, die nicht nur unterstützen, sondern überzeugen. Wenn Sie professionelle Unterstützung für Ihren nächsten Workshop suchen, freuen wir uns auf Ihren Anruf.

Der Autor
Senior Creative Concept
Iliyaz
Yahya
Als Senior Creative Concept entwickelt Ilyas a.k.a. Iliyaz kreative Ideen und Konzepte. Mit einem starken Fokus auf Business Storytelling unterstützt er Marken und Menschen dabei, ihre Geschichten auf fesselnde und einprägsame Weise zu erzählen.
Kontakt
Iliyaz Yahya-3