WalkMe von SAP – Ihr Schlüssel zu nachhaltiger Software-Adoption
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Digitale Transformation steht auf jeder Agenda – und doch scheitert eine substanzielle Anzahl an Digitalisierungsprojekten. Dabei haben Unternehmen heute mehr technologische Möglichkeiten als je zuvor. Die Tools sind da, die Systeme leistungsstark, die Potenziale enorm. Was fehlt, ist oft etwas ganz anderes: Die tatsächliche Nutzung durch die Mitarbeitenden.
Laut einer Studie von Gartner sind 60 % der Arbeitnehmer:innen von neuer Software frustriert und es erreichen nur 14 % der Unternehmen eine Adoption Rate – also der Anteil der Nutzer, die eine neue Software tatsächlich aktiv und regelmäßig verwenden – von über 75 %.
Genau hier setzt WalkMe von SAP an – eine Digital Adoption Platform, die nicht nur Software erklärt, sondern sie erlebbar und verständlich macht. Direkt in der Applikation, fokussiert auf den jeweiligen End-User und seinen Bedarf.
Unser HXM-Transformation-Consultant, Aman Singh Jhinjer, und Maximilian Spranz, Team Lead SAP AI, haben Nico Schneider, Sales Director MEE bei WalkMe, zu den Potenzialen und Mehrwerten befragt, die WalkMe in digitalen Transformationen – und darüber hinaus – entfalten kann.
Was ist WalkMe von SAP?
WalkMe ist eine führende Lösung in der Kategorie Digital Adoption Platform. Wie eine Glasscheibe, legt sich WalkMe auf bestehende Applikationen, um User zu führen, ihnen an der passenden Stelle Tipps zu geben, Felder zu überprüfen und Automatisierungen vorzunehmen. Im Kern macht WalkMe alles, um die bestmögliche Interaktion der User mit der Applikation zu gewährleisten. Das Ziel ist es, die digitale Adoption voranzutreiben, User Experience zu verbessern und Unternehmen so schlussendlich effektiver zu machen. WalkMe ist ein Produkt, das für Endnutzer konzipiert wurde, um sie im Umgang mit der Technologie zu befähigen.
Welche typischen Herausforderungen in Unternehmen löst WalkMe von SAP besonders gut?
Bei SAP erleben wir im Zuge der Cloud-Transformation, wie entscheidend das Thema Adoption für unsere Kunden und uns als Softwareanbieter ist. Wir möchten, dass unsere Kunden den bestmöglichen Nutzen aus ihren IT-Applikationen ziehen.
Schneider
Sales Director MEE | WalkMe
Was unterscheidet WalkMe von anderen Digital Adoption Plattformen auf dem Markt?
WalkMe zeichnet sich durch die einfache Erstellung und Anpassung von Inhalten aus. Wenn sich die Oberfläche einer Applikation durch einen Releasewechsel ändert, kann WalkMe bestehende Inhalte automatisch anpassen. Zum Beispiel, wenn sich ein Button verschiebt oder umbenannt wird, versteht WalkMe die Logik dahinter und passt beispielsweise einen Walkthrough oder einen Smart-Tip so an, dass keine Nacharbeit nötig ist. Die Technologie, die die Inhalte robust macht, nennen wir DeepUI-Technologie. Dies ist ein großer Mehrwert, gerade in dynamischen Cloud-Umgebungen. Als SAP stellen wir zudem vorgefertigten Content bereit, den Kunden out of the box nutzen können und unterstützen ebenfalls Desktop-Applikationen wie SAP GUI.
Für welche Unternehmen oder Anwendungsfälle ist WalkMe von SAP besonders geeignet?
WalkMe ist für alle Unternehmen, egal welcher Größe oder Branchen geeignet und kann in einer Vielzahl von Anwendungsfällen zur Anwendung kommen.
Schneider Sales Director MEE | WalkMe
Immer öfter wird WalkMe bei der Einführung neuer Lösungen wie bei S/4HANA-Transformationen eingesetzt, aber auch für die kontinuierliche Verbesserung und das Enablement von Mitarbeiter:innen. Use Cases sind Enbalement der User, aber auch Validierung, Automatisierung oder Prozess-Compliance. Ein Anwendungsfall, der immer mehr an Relevanz gewinnt, ist die Adoption von AI: WalkMe kann aufzeigen, welche AI-Lösungen von Endnutzern verwendet werden (Shadow-AI Use-Cases) und leitet die User an, die richtige Richtung einzuschlagen. Durch entsprechende Konfiguration kann Shadow AI gänzlich blockiert werden und die User gezielt gesteuert werden. So muss beispielsweise erst ein Training abgeschlossen werden, bevor sie auf die Webseite von bspw. ChatGPT gelassen werden oder User können auf eine unternehmenseigene Alternative hingewiesen werden. Durch die WalkMeX-Technologie können User außerdem vorgefertigte Prompts in unterschiedlichen Stellen im Prozess und in „the flow of work“ nutzen.
Siehst du WalkMe von SAP auch als ein Change Management Tool?
Ja, absolut. WalkMe ist aus meiner Sicht ein sehr wichtiges Change Management Tool. Kontinuierliche Verbesserung und User Centricity sind zentrale Themen im Change Management, und WalkMe kann diese sehr gut unterstützen.
Welche Tipps hast du für Unternehmen, die WalkMe von SAP erfolgreich einführen wollen?
Es kommt darauf an, wie ein Unternehmen WalkMe nutzen möchte. Typischerweise wird zunächst in einer Applikation gestartet, etwa einer HR- oder Einkaufsapplikation. Danach können weitere Applikationen hinzukommen, bis die Lösung schließlich unternehmensweit für den gesamten Applikations-Stack genutzt wird. Auch wenn wir gewisse Inhalte als Best Practice mitliefern, ist es wichtig, sich Gedanken um die Erstellung und Pflege von WalkMe-Inhalten zu machen, die den Endnutzern ausgespielt werden. Dabei kann es erfahrungsgemäß sehr wertvoll sein, Partner an Bord zu haben. Wenn die Nutzung von WalkMe im Unternehmen wächst, ist der Aufbau eines Center of Excellence (COE) mit einem zentralen Ansprechpartner, den wir DAP-Architekten nennen, entscheidend. Er koordiniert zwischen den Fachbereichen, den Applikations-Ownern sowie den WalkMe Buildern (entweder Inhouse oder bei einem Partner). Es ist wichtig, ein Konzept zu haben, wie WalkMe in der Organisation wachsen kann.
All in all: Mit dem Erwerb von WalkMe ist die Grundlage geschaffen, danach muss WalkMe mit den richtigen Inhalten lebendig gemacht werden.
Wie sieht ein typischer Zeitplan aus, bis WalkMe von SAP Wirkung zeigt?
Wenn Kunden WalkMe für eine Transformation einsetzen, sollten sie etwa drei bis sechs Monate vor dem Go-Live starten. Der wesentliche Aufwand liegt in der Erstellung der Inhalte. Wir liefern zwar Content als Grundlage, aber eine gewisse Zeit ist für das Customizing sowie die eigene Erstellung von Inhalten notwendig. Dennoch ist die Einführung von WalkMe bei weitem nicht so komplex wie die einer Kernapplikation. Und daher ist auch der ROI sehr schnell erreicht. Manchmal sind schon kleine Smart-Tips unheimlich wirksam. Beispielsweise kann ein kleines Fragezeichen neben einem Eingabefeld mit wichtigen Zusatzinformationen eine große Wirkung erzielen.
Wie weit ist man mit der WalkMeX-Technologie, die auf der SAP Sapphire gezeigt wurde?
Die WalkMeX-Technologie gab es bereits vor der Akquisition von SAP. Seit der Übernahme Mitte 2024 arbeiten die Teams an der Integration in Joule. Auf der SAP Sapphire wurde dann die Joule Action Bar angekündigt, die auf WalkMe-Technologie basiert und nach meinem aktuellen Kenntnisstand im ersten Quartal des kommenden Jahres für Kunden verfügbar sein wird. Ziel ist, dass SAP Joule dank WalkMe nicht nur in SAP-Applikationen, sondern omnipräsent und always-on auch in Nicht-SAP-Lösungen wie ServiceNow genutzt werden kann,
Welche Trends und Entwicklungen siehst du in den nächsten Jahren im Bereich Digital Adoption?
Das Thema AI wird in der Digital Adoption immer wichtiger. Mit WalkMe gibt es bereits Möglichkeiten, AI-Use-Cases in Unternehmen zu etablieren, beispielsweise durch vorgefertigte AI-Prompts in der Action-Bar. Ein weiterer Trend ist die Integration von GenAI zur Erstellung von Lerninhalten. WalkMe wird dazu im vierten Quartal ein neues Produkt auf den Markt bringen, aktuell unter dem Codenamen „Digital Learning“, der finale Name steht noch aus. Durch diese Erweiterung des Portfolios wird klassisches Learning mit In-App-Guidance-Komponenten integriert. Durch AI Capabilities kann aus unterschiedlichen Inhalten – wie beispielsweise Unternehmensrichtlinien in Form eines PDFs – automatisch einen Kurs inklusive Quiz generiert werden.
Wo siehst du WalkMe von SAP in 5 Jahren?
Zum einen wird WalkMe in 5 Jahren sicher sehr eng mit dem AI-Portfolio der SAP verwoben sein, auch in der weiteren Integration mit Joule. Zum anderen gehe ich davon aus, dass WalkMe zum De-facto-Standard für jede Transformation sowie kontinuierliches Change Management wird. User in den Mittelpunkt zu stellen, um in der schnelllebigen Zeit Mitarbeiter:innen nicht zurückzulassen, ist aus meiner Sicht ein entscheidender Erfolgsfaktor.
Schneider Sales Director MEE | WalkMe
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